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Wie Sie Ihre Social-Media-Strategie entwickeln

Weltweit zählt Facebook im Jahr 2018 monatlich 2,17 Milliarden aktive Nutzer.1 Ein Potential, welches auch Sie für sich nutzen sollten, denn das Social-Media-Marketing hat sich im neuen Zeitalter der Kommunikation zu einem festen Bestandteil des Marketing-Mix etabliert.

Dialoge statt Monologe führen.

Der für das Social-Media-Marketing relevanteste Bereich stellen soziale Netzwerke dar. Soziale Netzwerke beschreiben Gemeinschaften, in denen sich Nutzer mit anderen Nutzern digital vernetzen und mediale Inhalte über ihre eigenen Profile teilen. Oftmals werden diese Gemeinschaften auch als Communities bezeichnet.2 Je nach Netzwerk, gibt es weitere Möglichkeiten, für Sie als Unternehmer Ihre eigene Community aufzubauen. Zum Beispiel können Sie eine Unternehmensseite einstellen. Die Unternehmensseite ist in den meisten Fällen kostenlos und kann von den Nutzern abonniert bzw. gelikt werden. Eine eigene Unternehmensseite ist vorteilhaft, da Sie direkt mit Ihren Kunden in den Dialog treten können. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten neben einer Unternehmensseite. Beispielsweise bietet Facebook die Option, Gruppen zu erstellen, denen Nutzern beitreten können und die sich einem bestimmten Thema widmen. Dies fördert die Interaktion und Bindung zu Ihrer Community.

Wichtige Unterscheidungsmerkmale von sozialen Medien zu klassischen Medien sind in folgedessen die Interaktion und die mehrseitige Kommunikation.3 Dies bedingt einen neuen Ansatz in der strategischen Umsetzung der Social-Media-Maßnahmen: Keine Informationen an die Zielgruppe zu übermitteln, wie es in den klassischen Medien üblich ist, sondern Dialoge mit der Zielgruppe zu führen. Machen Sie sich daher zuerst Gedanken darüber, was Sie mit Social-Media-Marketing erreichen wollen. Denn erfolgreiche Dialoge in sozialen Netzwerken erfordern eine ausgeklügelte Strategie.4

Was Sie mit Social-Media-Marketing erreichen können.5

Der erste Schritt zur Entwicklung Ihrer Strategie ist das Setzen von Zielen. Anhand Ihrer Ziele können sie im späteren Strategieprozess prüfen, ob und inwieweit sie Ihre definierten Ziele in der Umsetzung erreicht haben. Die Ziele im Social-Media-Marketing konzentrieren sich vorrangig auf die Schaffung von Awareness (Aufmerksamkeit) für die Marke, die positive Beeinflussung des Images und der Einstellung zur Marke sowie den Aufbau einer emotionalen Bindung zu der Zielgruppe.

Nicht jedes soziale Netzwerk passt zu Ihrer Marke.6

Hinsichtlich der Ziele gibt es verschiedene soziale Netzwerke, die für die Erreichung der Ziele gut geeignet sind. Sich aber für ein Netzwerk aufgrund der Ziele zu entscheiden, ist allerdings übereilt. Nicht jedes soziales Netzwerk ist für Ihre Marke oder Ihr Produkt sinnvoll. Die Auswahl für das passende Netzwerk sollte dann erfolgen, wenn Sie neben den Zielen auch die Zielgruppe, die Themen und die Content-Formate definiert haben. Schließlich unterscheiden sich soziale Netzwerke im Wesentlichen durch diese drei Komponenten.

Praxistipp

  1. Ermitteln Sie soziodemographische Merkmale (z. B. der Altersschwerpunkt und das am stärksten vertretene Geschlecht) Ihrer Zielgruppe.
  2. Planen Sie die Themen für Ihren Social-Media-Kanal. Idealerweise decken sich die Interessen Ihrer Zielgruppe mit Ihren Themen.
  3. Legen Sie die Content-Formate fest, die in Ihrem Social-Media-Kanal ausgespielt werden sollen. Achten Sie dabei nicht nur auf die Vorlieben Ihrer Zielgruppe, sondern auch, welche Möglichkeiten und Ressourcen Sie angesichts der Content-Produktion haben.

Als eines der Bekanntesten sozialen Netzwerke bietet Facebook für Unternehmen eine Vielfalt an Content-Formaten zur Verbreitung von Medieninhalten an. Für Nutzer etabliert sich Facebook immer mehr zu einer universellen News- und Meinungsplattform, auf der sie in erster Linie „den Status quo“ ihres persönlichen Netzwerks abfragen und sich darüber hinaus über diverse Themen informieren. Besonders gut ist Facebook für den Aufbau einer emotionalen Bindung zur Zielgruppe und für die Steigerung der Reichweite weiterführender Medien wie z. B. Ihrer Webseite. Bei der Altersgruppe 40+ gehört Facebook zu den beliebtesten sozialen Netzwerken. In jüngeren Zielgruppen ist eher ein Verlust zu verzeichnen.7

Instagram hingegen ist vor allem für die Erzielung positiver Imagewerte für Ihre Marke gut geeignet. An Content-Formaten können nur Bilder und Videos geteilt werden, welches zum herausstellen Ihrer Marke ideal ist. Im Vordergrund steht die perfekte Selbstdarstellung und Anerkennung. Der Altersschwerpunkt von Instagram liegt bei 16-29 Jahre.

Das Gegenstück zu Instagram ist Pinterest. Wo auf Instagram die Selbstdarstellung im Vordergrund steht, handelt es sich bei Pinterest um eine private Ansammlung an kreativen Bilderkollektionen. Das Netzwerk wird primär zur Inspiration verwendet. Im Vergleich zu Instagram geht es hier um langfristigen Content, auf den die Nutzer immer wieder zurückgreifen können. An Content-Formaten können nur Bilder und Links geteilt werden. Besonders gut geeignet ist Pinterest für Zielgruppen in den Bereichen Mode und Beauty, Food, Inneneinrichtung, Design und DIY („do-it-yourself„).

Nach Facebook ist YouTube das zweitmeistgenutzte soziale Netzwerk weltweit.8 Das Video-Portal überzeugt allen voran durch sein breites Themenspektrum. Die Nutzungsmotive fokussieren die gezielte Suche nach Informationen und Tutorials, aber auch der Zeitvertreib und die Unterhaltung sind wichtige Nutzungsanlässe von YouTube. Für Sie kann YouTube interessant sein, wenn Sie mehr Awareness für Ihre Marke schaffen wollen oder sich als Experte in einem Fachgebiet positionieren möchten. Am stärksten wird das Videoportal von 14 bis 19 Jährigen genutzt (100 %), aber auch bei älteren Altersgruppen ist die Nutzung von YouTube noch sehr hoch. Bei den 40- bis 49-jährigen geben 77%  an, das Videoportal zu nutzen.9

Tipps zur Umsetzung der Social-Media-Aktivitäten.

Wie erfolgreich Ihre Strategie ist, sehen Sie erst in der Umsetzung Ihrer durchdachten Social-Media-Strategie. Dabei sind die organische und die bezahlte Reichweite sowie eine gezielte Zielgruppenansprache wichtige Komponenten Ihrer Social-Media-Aktivitäten. Mit der organischen Reichweite ist die Anzahl der Nutzer gemeint, die Ihren veröffentlichten und unbezahlten Content gesehen haben. Im Gegensatz dazu bezieht sich die bezahlte Reichweite nur auf die Anzahl der Nutzer, die Ihre bezahlten Werbeplätze gesehen haben.10 Anhand dieser beiden Erfolgsfaktoren sehen Sie, wie gut Ihre Community wächst und welche Content-Formate Ihre Reichweite begünstigen. Die Targeting-Möglichkeiten (soziodemographische Merkmale wie das Alter, das Geschlecht oder die Interessen Ihrer Nutzer) helfen Ihnen Ihre Zielgruppe besser kennenzulernen wodurch Sie noch eine präzisere Zielgruppenansprache als Ergebnis haben.

Um die organische Reichweite Ihrer Unternehmensseite in den sozialen Netzwerken zu erhöhen, ist es mit einem Post nicht getan. Vielmehr wird, durch den regen Austausch mit der Zielgruppe, kontinuierlich die Reichweite aufgebaut und eine Community geschaffen. Dafür ist das regelmäßige Veröffentlichen von Content essentiell. Wie oft Sie auf Ihrer Seite Content veröffentlichen sollten, kann von Ihrer Branche, Ihrer Zielgruppe und dem sozialen Netzwerk abhängen. Eine Faustregel gibt es dafür nicht. Hinsichtlich der Postings sollten diese interessant für die Nutzer gestaltet sein und zur Interaktion anregen.11

Weiterführend kann durch die Investition in gekaufte Werbeplätze, den sogenannten Social Ads, die organische Reichweite erhöht werden. Dabei ist das Werbebudget kein Ausschlusskriterium mehr. Vorteil der Social Ads sind vor allem die Targeting-Möglichkeiten und der effiziente Einsatz auch von kleinen Budgets. Zudem überzeugen Social Ads durch ihre Messbarkeit und der Begünstigung der Konversionsrate.12

Die Hinweise sollen Sie bei der Erarbeitung Ihrer Social-Media-Strategie unterstützen. Eine gute Vorbereitung erleichtert Ihnen den Einstieg in das Social-Media-Marketing. Wenn Sie bei der Erarbeitung Ihrer strategischen Maßnahmen professionelle Unterstützung benötigen, können Sie uns selbstverständlich zu jeder Zeit kontaktieren.

[1] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/181086/umfrage/die-weltweit-groessten-social-networks-nach-anzahl-der-user/

[2] https://www.gruenderszene.de/lexikon/begriffe/social-network?interstitial_click

[3] https://onlinemarketing.de/lexikon/definition-social-media

[4] https://www.onlinemarketing-praxis.de/social-media/social-media-strategie-entwickeln-ziele-festlegen

[5] https://www.onlinemarketing-praxis.de/social-media/social-media-strategie-entwickeln-ziele-festlegen

[6] https://umww.de/wp-content/uploads/2017/04/Wave9_The_Meaning_of_Moments_Deutsche_Ergebnisse_DE.pdf

[7] https://meedia.de/2018/02/15/facebook-wird-zum-seniorentreff-neue-studie-sieht-zuwaechse-bei-den-alten-aber-die-jugend-nimmt-reissaus/

[8] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/181086/umfrage/die-weltweit-groessten-social-networks-nach-anzahl-der-user/

[9] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/691565/umfrage/anteil-der-nutzer-von-youtube-nach-alter-in-deutschland/

[10] https://allfacebook.de/pages/facebook-reichweite

[11] https://www.trafficdesign.de/knowhow/facebook/social-media-marketing

[12] https://www.wuv.de/digital/paid_social_tipps_fuer_werbung_in_den_vier_groessten_netzen

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