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Vom Azubi zum Umschüler

Seit August 2015 absolviere ich als Umschüler eine Ausbildung zum Informatikkaufmann. Aus gesundheitlichen Gründen war ich Anfang 2014 dazu gezwungen, meine bisherigen Berufswünsche über Bord zu werfen und mir eine komplett neue Ausbildung zu suchen. Da ich zu diesem Zeitpunkt aber gerade eine Ausbildung beendet hatte, kam eigentlich nur eine Umschulung für mich infrage.

Nach einigen Gesprächen mit meiner Bearbeiterin bei der Bundesagentur für Arbeit erfuhr ich von einem sogenannten „Rehabilitationsvorbereitungslehrgang“, kurz RVL, dieser ist besonders für Menschen geeignet, die vor einem erneuten Start in das Berufsleben eine kleine Auffrischung ihrer Schulkenntnisse benötigen.Für dieses Vorhaben gibt es sogenannte Berufsbildungswerke, in meinem Fall die bbw Akademie. Nach einem kurzen Vorstellungsgespräch und einem Test, um den Leistungsstand zu ermitteln, bekam ich alle benötigten Informationen, um zu einem festgelegten Zeitpunkt mit dem Vorbereitungskurs für das jeweilige Berufsfeld zu starten.

Anders als bei einer regulären Ausbildung beträgt die Ausbildungsdauer bei einer Umschulung in der Regel zwei Jahre, wird also um ca. ein Drittel verkürzt. Die Zwischenprüfung nach dem ersten Ausbildungsjahr wird vom Bildungsträger nur simuliert, also nicht benotet. Eine Schwierigkeit hierbei ist, dass man sich das letzte Schuljahr quasi selbst erarbeiten und an Förderkursen der bbw Akademie teilnehmen muss.

Neben den verkürzten Besuchen der verschiedenen Abteilungen im Betrieb sind das allerdings auch die einzigen Unterschiede der Umschulung. Nach diesen zwei Jahren erhält man genau den gleichen IHK-Abschluss wie nach einer Ausbildung über die vollen drei Jahre. Das Bewerbungsverfahren als Umschüler unterscheidet sich nur in dem Punkt, dass einem von der bbw Akademie bei der Erstellung der Bewerbung geholfen wird, sei es bei der Formulierung des Schreibens oder dem Aufbau des Lebenslaufs.

Sind die Bewerbungsunterlagen dann so weit komplett, hilft einem das Bildungswerk dabei, Adressen zu finden, bei denen man sich bewerben kann. So hatte ich dann auch die Adresse von BFB in der Lehrstellenbörse der IHK gefunden. Während nun meine Umschulung zum Informatikkaufmann auf vollen Touren läuft, unterstützt mich bbw bei eventuell auftretenden Fragen weiter, bezahlt benötigte Schulmittel oder sogar benötigte Berufskleidung.

Ich kann also jedem, der in einer ähnlichen Situation wie ich damals steckt und sich nicht davor scheut noch einmal für zwei Jahre Azubi zu sein, nur raten, sich bei seinem Arbeitsamt nach Adressen von Bildungsträgern zu erkundigen und sich dort für einen RVL zu bewerben.

Text von: Daniel Jonschel, Auszubildender zum Informatikkaufmann (2015 – 2018)

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