HIGHLIGHTS

Wie läuft ein Planspiel ab?

Im Dezember 2018 fand das erste Planspiel in meiner Klasse statt. Bei Planspielen werden Praxis Situationen simuliert. Das Ziel des Planspiels ist es, ein fiktives Unternehmen, in unserem Fall einen Supermarkt, zu leiten und sich gegen die Marktkonkurrenz kurz- wie langfristig zu behaupten. Dies ermöglicht uns Schülern die bereits theoretisch gelernten Inhalte praktisch anwenden und ausbauen zu können und einen realitätsnahen Eindruck davon zu bekommen, welche Entscheidungen ein Unternehmen über mehrere Wirtschaftsperioden treffen muss.

Schon einige Wochen vorab erhielt jeder einen langen Text an Informationen zum Supermarkt und zu benötigten Berechnungen, um sich auf das Planspiel vorbereiten zu können. Außerdem bekamen wir, passend zum Text, Leitfragen. Der Text und die Fragen sollten die bereits im Unterricht erworbenen Kenntnisse in Erinnerung rufen und zur optimalen Vorbereitung auf das Planspiel dienen.

Durch die vorab erhaltenen Informationen wussten wir den Standort und hatten auch zusätzliche Informationen zu Infrastruktur und Bevölkerung, die man bei einigen Entscheidungen mit einbeziehen musste.

Das von meiner Schule verwendete Planspiel ist ein von TOPSIM entwickeltes System, welches in unserem Fall die Leitung eines Supermarktes darstellen sollte. Zu Beginn wurden Gruppen gebildet, die aus fünf Personen bestanden. Jede Gruppe bekam denselben Supermarkt hinsichtlich Verkaufsfläche, Ort, Anzahl der Mitarbeiter, Umsatz etc.

Am Montag startete dann das Planspiel und jeder Gruppe wurde ein Raum mit einem Rechner zugeteilt. In diesem Raum arbeiteten wir für eine Woche. Damit das Ergebnis nicht verfälscht wird, wurde empfohlen, uns nicht mit den anderen Gruppen über unsere Entscheidungen im Planspiel auszutauschen. Wir trafen die anderen Klassenmitglieder dann immer in einem Gemeinschaftsraum wenn es anstehende Dinge zu besprechen gab oder die Auswertung der Perioden erfolgte.

Insgesamt haben wir 5 Perioden gespielt, in denen immer andere Aufgaben anfielen. Am Ende jeder Periode musste ein Blatt mit unseren Entscheidungen ausgefüllt und abgegeben werden.

Bei den anfallenden Entscheidungen handelt es sich z.B. um den Einkauf von Waren, also wie viele Waren aus dem jeweiligen Sortiment einzukaufen sind, die Verteilung der Produkte auf der Verkaufsfläche oder personelle Entscheidungen. Bei den Entscheidungen war es sehr wichtig sich an Lagerbeständen, sowie am Absatz zu orientieren.

Unsere Entscheidungen wurden dann von den Lehrern in das System eingegeben und automatisch ausgewertet. Das System hat dann berechnet und entschieden welche Gruppe Entscheidungen getroffen hatte, die sich positiv auf das Geschäftsergebnis auswirkten. Besonders zu Beginn waren die meisten Entscheidungen negativ, aber mit der Zeit lernten wir besser zu kalkulieren und Berechnungen effektiv auf unseren Supermarkt anzuwenden.

Teil des Projekts war zu dem ein kurzer Test, bei dem jeder sein eigenes Wissen zeigen musste. Außerdem hatte jede Gruppe zum Ende des Planspiels eine Präsentation zum eigenen Supermarkt zu erstellen. Diese wurde dann vor „der Geschäftsleitung“, also den Lehrern präsentiert. Darin ging es dann um den Geschäftsverlauf in den einzelnen Perioden.

Text von: Jo Draheim, Auszubildende zur Informatikkauffrau (2017 – 2020)

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