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Wohnungssuche als Azubi

Mit dem Beginn der Berufsausbildung wollte ich gerne komplett auf eigenen Beinen stehen und entschied mich deshalb von Zuhause auszuziehen. Nicht nur mit dem Start in die Arbeitswelt, sondern auch mit der ersten eigenen Wohnung veränderte sich nun einiges in meinem Leben.

Doch nun noch mal zum Anfang. Im Januar 2019 begab ich mich auf Wohnungssuche. In den Nachrichten waren damals Wohnungsnot und überteuerte Mieten Dauer-Thema. Auch Freunde berichteten mir von der aussichtslosen Suche nach einem neuen Zuhause. Ich war trotzdem ziemlich optimistisch und konnte mir gar nicht vorstellen, dass es wirklich so schwierig werden sollte. Ziemlich paradox, denn die Fakten aus den Medien und die Erfahrungen meiner Freunde sprachen für das komplette Gegenteil.

Ich schaute mich ausschließlich im Internet auf verschieden Portalen um. Und was soll ich sagen, es waren kaum für mich bezahlbare Wohnungen im Angebot. Dazu kam, dass ich gerne in einem bestimmten Bezirk leben wollte und das erschwerte die Situation noch einmal zusätzlich. Die wenigen Besichtigungen, die in meinem Budget lagen, fielen ernüchternd aus. Es waren alles schöne Wohnungen, aber leider gab es oft bis zu 40 andere Mitbewerber und die Chance, die Wohnung zu ergattern, war demnach sehr niedrig.

Ende April bekam ich dann endlich eine Zusage, nachdem ich selber schon gar nicht mehr dran geglaubt hatte. Rückblickend sind vier Monate Suche gar nicht so lang, aber währenddessen fühlte sich das anders an.

Ich konnte meine Wunschvorstellung umsetzen und an meinem ersten Ausbildungstag im September von meiner eigenen Wohnung zur Arbeit fahren.

 

5 Tipps für die Wohnungssuche als Azubi:

  1. Wenn es euch möglich ist, dann sollte eines eurer Elternteile die Wohnung für euch anmieten. Dieser ist dann der Mietvertragspartner und ihr die Wohnungsnutzer. Viele Vermieter haben Bedenken, dass sie bei jungen Auszubildenden nachher auf den offenen Mieten sitzen bleiben. Eure Eltern als Mietvertragspartner geben dem Vermieter die Sicherheit, da sie theoretisch einspringen können, wenn ihr das Geld für die Miete nicht aufbringen könnt.

 

  1. Sucht auch nach Wohnungen mit WBs-fähigen-Einkommen oder beantragt direkt den sogenannten Wohnberechtigungsschein. Die Miete ist günstiger und wird teilweise an euer Gehalt angepasst. Informiert euch vorab hier, ob das für euch in Frage kommt.

 

  1. Guckt, ob eine WG für euch eine Option ist oder, ob ihr mit eurem Partner zusammenzieht. Sich eine Zwei-Zimmerwohnung zu teilen ist im Verhältnis oft günstiger, als alleine eine Einraumwohnung zu beziehen.

 

  1. Beschränkt euch nicht (wie ich) auf einen Bezirk, dann ist die Auswahl deutlich größer und der Erfolg eventuell auch.

 

  1. Habt eure Bewerbungsunterlagen als PDF immer bereit auf eurem Handy, denn die meisten Vermieter wollen die Dokumente per Mail zugeschickt bekommen.

 

Mir persönlich gefällt das eigenständige Leben mit Wohnung und Job sehr.  Ich wünsche allen, die auch gerade auf der Suche sind oder es zukünftig seien werden, viel Erfolg.

 

Text von: Tabea Grossmann, Auszubildende zur Kauffrau für Marketingkommunikation (2019 – 2022)

 

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